Indoor DiscDog Turnier 2014 – Rückblick

geschrieben von Fredi Rutz...

geschrieben von Fredi Rutz…

Impressionen eines Spielers aus der Klasse der Beginners mit seinem Hund Figaro am Indoor Discdog Turnier in Balgach vom 15.3.2014
Die Gastgeber erkennt man an den roten Jacken mit dem aufgestickten Logo „Discdog-Ostschwiiz.ch“. Es sind Leute im besten Alter aber auch viel jüngere. Senioren sind eine Rarität und deshalb nicht zu übersehen. Die Frauen sind in Überzahl, aber an der Männerquote wird festgehalten. Diese buntgemischte Truppe hat am Vorabend die Reithalle Mäder in Balgach in Rekordzeit zur Turnierarena umgestaltet.

Vor Turnierbeginn können Neulinge im Beginner Workshop erste Frisbees werfen und die Motivation ihres Hundes testen. Noch fliegen die Scheiben etwas wacklig durch die Lüfte und die Hunde wissen noch nicht so recht, ob sie die Scheibe nur fangen oder auch noch fressen müssen.

Dann, um 10 Uhr, steigt die Spannung. Die Turnierteilnehmer werden von Alen Soldic begrüsst. Indoor DD 2014Ein letzer Rat:  Nur nicht nervös werden, wir werfen schliesslich nur Plastik herum! Für viele kommt dieser Rat zu spät, das freigesetzte Adrenalin wütet bereits in der ganzen Blutbahn.

Das Turnier beginnt, der erste Gladiator (oder war es eine Gladiatorin?) betritt mit seinem Hund die Arena, der DJ klickt auf den gewünschten Titel, die Musik erklingt, der Hund zeigt den einstudierten Eröffnungstrick, die erste Scheibe fliegt, Time, die Kür läuft, 2 lange Minuten, Sekunde um Sekunde.

Es folgt Kür auf Kür, die Scheiben fliegen wie von Zauberhand in alle Richtungen, der Hund fängt die Scheiben virtuos, aber eben auch nicht immer. Selbst der beste Hund verrechnet sich gelegentlich um Sekundenbruchteile und die Scheibe fällt zu Boden. Der Discdogger ist irritiert und verliert dabei wertvolle Zeit beim Einsammeln der Scheiben, welche für die nächste Wurffolge dringend benötigt werden. Der Hund eilt zu früh zurück, erzwingt einen Verlegenheitswurf und ist seinerseits irritiert, weil es so nicht eingeübt worden war. Schliesslich findet das Team wieder den Faden, five, four, two, one, Time, lautet die Ansage, die Kür ist vorbei und für das lange einstudierte, raffinierte Finale fehlen die entscheidenden Sekunden.

Den Richtern, die am Rande der Arena in bequemen Regiesesseln sitzen, ist das Malheur nicht entgangen. Sie kritzeln Zahlen auf die Blätter. Wenn man das ganze nur wiederholen könnte! Aber man weiss jetzt, wo die Tücke lag und will es beim zweiten Lauf am Nachmittag besser machen, hat aber nicht erkannt, wo man beim ersten Lauf Glück hatte, welches beim zweiten Lauf leider fehlt.

Nach der letzten Kür wird der Computer mit den hart erkämpften Punkten der Richter gefüttert, Excel dividiert, multipliziert und addiert, und der Drucker spukt Liste für Liste aus. Das Rangverlesen kann beginnen.

DieRangliste2 WRangliste3ettkämpferRanglisteInnen sitzen auf den Bänken vor dem Tisch mit den schwer erreichbaren Pokalen. Die Ränge werden verlesen, die Sieger erklimmen das Podest und lächeln in die Kamera, man applaudiert und rechnet, wie viele Ränge besser man läge, wenn der Wristflip mehr angewinkelt und so für Figaro fangbar geworden wäre, und wenn mit etwas mehr Spin der Flip nicht zum Flop geworden wäre. Jedenfalls will man diese Fehler am nächsten Turnier in 8 Wochen nicht mehr machen, und man merkt, dass man zum Opfer einer Passion geworden ist. Ein bisschen verrückt sind sie schon, diese Discdogger, aber unseren Hunden kann das nur recht sein.

Weitere Fotos und Infos sind unter folgenden Links zu finden:

Facebook Event-Seite

Fotos von Luca Turano

Fotos von Uschi Dietsche

Zeitungsartikel Rheintaler

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